Natur & Frieden

Wie aus einem Samenkorn eine wunderschöne Blume oder ein starker Baum entsteht versucht auch SLS mit diversen Projekten den Frieden zu säen und so langfristig die Früchte der Friedensarbeit zu ernten.

Natur und Umwelt im Libanon

Die zweiwöchige Rekognoszierung im mittleren Küstenbereich und im Süden des Libanons, sowie in der mittleren und südlichen Bekaa und im Qadicha-Tal ermöglichten generelle Eindrücke vom Kontext und von der Umweltsituation. Verschiedene Gespräche mit in Architektur, Bauwesen, Bildung, Diplomatie, Entwicklungszusammenarbeit, Gesundheit, Konfliktprävention, Natur- und Landschaftsschutz, Seelsorge, Sozialarbeit, Städtebau, Traumatherapie und Tourismus tätigen Personen (Frauen und Männer zwischen ca. 15 und 90 Jahren) ergänzten und vertieften die Eindrücke.

Ein grosser Teil der besuchten Regionen zeichnen sich durch schöne Landschaften, fruchtbare Böden, artenreiche Vegetation, eine lange Vegetationsperiode mit mehreren Fruchtfolgen im Jahr und eine breite Palette von Nutzpflanzen aus. So verwundert es auch nicht, dass die Libanesen angenehm, hilfsbereit, herzlich und gastfreundlich sind.

   Bericht Natur und Umwelt (Karl Grunder - Stans)


Vision Train

Warum interessiert sich SLS für die « Vision Train » ?
Darum:

Der Korridor der ehemaligen Bahnlinien Paris - Alexandria und Beirut - Damaskus ist im Raum Beirut noch weitgehend offen. Einzelne Abschnitte sind aber bereits verbaut oder von der Stadtautobahn in Anspruch genommen.

Der Gedanke liegt nahe, die libanesische Eisenbahn aus ihrem „Dornröschenschlaf“ zu wecken und den noch vorhandenen Korridor nach dem Modell anderer im Individualverkehr versinkender Grossstädte (zum Beispiel Kampala) etappenweise zu einem S-Bahn-System auszubauen.

Mit der Auflösung des beginnenden Verkehrsinfarktes auf den Strassen von Beirut würde nicht nur eines der gravierendsten Umweltprobleme des Libanon gelöst, sondern auch die Attraktivität des Wirtschafts- und Siedlungsraumes Beirut grundlegend aufgewertet.

SLS verfügt über fachliche und persönliche Verbindungen zu Projektleitungen ähnlicher Agglomerations-Verkehrsprojekte. Diese Verbindungen könnten für die Diskussion der Verkehrsfragen im Libanon von Nutzen sein.

Der Bahnhof von Beirut, ein ausgedehntes, verwildertes Gelände, auf welchem die Bahnhofgebäude, die Gleise, die Werkstätten, die Wassertanks, Lokomotiven und einzelne Waggons mit schmucken Holzbänken und Vorhängen seit der Betriebsaufgabe anfangs der 1970-er Jahre dastehen, als würde das Personal morgen wieder zum Dienst erscheinen.

Nach der Einstellung des Bahnbetriebs diente das Areal des Güterbahnhofs von Beirut als Busbahnhof. Während des Bürgerkrieges wurde auch dieses öffentliche Transportsystem stillgelegt. Heute stehen dort die verrostenden Busse reihenweise herum.